„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“
Deutsch am Gymnasium
Deutsch am Gymnasium ist nicht in erster Linie Sprachunterricht, sondern soll die Absolventen unserer Schule dazu befähigen, sich in unserer Sprache zuhause zu fühlen. Sie sollen darauf vorbereitet sein, frei und ohne sprachliche Einschränkungen zu kommunizieren, schriftlich und mündlich — in jedem Studienfach, jedem Beruf und in jeder Alltagssituation. Sie sollen auch im Umgang mit Medien souverän sein. Und nicht zuletzt hoffen wir, allen eine gewisse Liebe zu unserer Sprache und Kultur vermitteln zu können: zu Literatur, Theater und Film.
Besondere Förderung
Das Fach Deutsch hat an unserer Schule neben den Anforderungen des Lehrplans eine besondere Herausforderung zu bewältigen: Viele unserer Schülerinnen und Schüler sprechen eine zweite, manchmal sogar eine dritte Sprache, wenn sie zu uns kommen — und brauchen daher manchmal besondere Unterstützung.
Die Schule teilt darum in manchen Jahrgangsstufen die Deutschklassen, sodass kleinere Gruppen entstehen, in denen sich die Kinder gegenseitig unterstützen und voneinander lernen können. Für Kinder mit besonderem Förderbedarf gibt es zusätzliche, freiwillige Stunden. Seit dem Schuljahr 2020/21 ergänzen die „Internationalen Klassen“ in den Jahrgangsstufen 6–9 das Angebot: Hier wird der Basisunterricht im Fach Deutsch grundsätzlich durch zusätzliche Deutschstunden ergänzt.
Lesen und Kultur
Ein wesentlicher Baustein der Sprachentwicklung ist das Lesen. In den 5. und 6. Klassen gibt es das „Ferienbuch“: Neben den Lektüren im Unterricht lesen die Schülerinnen und Schüler nach den Ferien jeweils mindestens ein Buch, das auf unterschiedliche Weise präsentiert wird — etwa als Lesetagebuch oder Referat.
Außerdem besuchen wir einmal im Jahr mit jeder Klasse eine kulturelle Veranstaltung: Wir laden Autorinnen und Autoren zu Lesungen ein, holen Theatergruppen an die Schule, gehen zu Theateraufführungen oder ins Kino.
Eine wertvolle Aufgabe erfüllt unsere Schulbibliothek mit 22.000 Titeln, davon allein 1.300 aus der Kinder- und Jugendliteratur. Unsere Bibliothekarin Frau Thiel berät, verwaltet und erweitert den Bestand — unterstützt von einer großen, treuen Schar von Bibliothekshelferinnen und -helfern.
— Claudia Schreier und Hanna Amediek